22.05.2007 Veranstaltung: Alles rund um das Blockheizkraftwerk
Am Dienstag 22.05., 19.00 Uhr, trifft sich der Arbeitskreis Energiepolitik der Grünen im Kreis Pinneberg im Restaurant Seeterrassen in Barmstedt.
Angesichts der derzeit in Deutschland grassierenden Welle, den CO2-Ausstoß durch neue Kohlekraftwerke gewaltig zu erhöhen, werden wir uns mit Alternativen dazu auseinandersetzen.
Anstelle von 3 neuen Kohlekraftwerken in Kiel und Brunsbüttel mit annähernd 4000 MW Leistung, so viel haben gerade mal die Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein, geraten die lokalen Möglichkeiten zur Energieerzeugung aus dem Blickfeld. Dies wollen wir ändern. Denn die Großkraftwerke produzieren nur Strom, die restlichen 60 % der eingesetzten Energie werden einfach weggekühlt und damit die Luft oder das Elbwasser erwärmt. Für die Heizung zu Hause verbrennen wir dann wieder Gas und erzeugen neu CO2.
Das kann durch moderne Blockheizkraftwerke und lokale kleinräumige Wärmenetze verhindert werden. Dort wird Strom vor Ort erzeugt und die dabei entstehende Wärme heizt die Wohnungen. 90 % der eingesetzten Energie werden so genutzt und nicht 60 % verschwendet.
Am Dienstag wird uns Alfred Haack von den Grünen aus Quickborn in einer spannenden Präsentation anhand praktischer Zahlen erläutern, wie ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll der Betrieb von Blockheizkraftwerken vor Ort ist. Alfred Haack betreibt in einer Quickborner Siedlung ein BHKW, das dort die Wohnungen mit Wärme versorgt und Strom erzeugt. Anschließend werden wir unsere Fragen mit ihm diskutieren.
Mit Blockheizkraftwerken schonen wir die Umwelt und behalten auch die Wertschöpfung vor Ort in den Kommunen. Die Anlagen müssen installiert werden und auch regelmäßig gewartet werden. Das sind Aufgaben für die lokalen Handwerker. Bei der Investition in Anteile an fernen Kohlekraftwerken bleibt das lokale Handwerk außen vor.
Bei jeder anstehenden Heizungsmodernisierung kann ein Blockheizkraftwerk eingebaut werden. Mittlerweile gibt es kleine Anlagen für Einfamilienhäuser und kleine Mehrfamilienhäuser, die ohne Nahwärmenetz wirtschaftlich betrieben werden können. So wandeln Sie sich vom Energieverbraucher zum Erzeuger.
Angesicht des Klimawandels dürfen wir nicht mehr weiter abwarten oder in alte Technologien investieren, die uns in die Sackgasse führen. Die in die Zukunft weisenden Lösungen wollen wir Ihnen zeigen und mit Ihnen diskutieren. Sie sind herzlich willkommen.





