Halstenbek

Eine Gestaltungssatzung für Werbung ist dringend erforderlich

14.1.2017

Hamburger Abendblatt vom 14./15.Januar 2017 –Artikel „Kommunen gehen gegen zu viel Werbung vor                        Stellungnahme von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN – Halstenbek   

Mit großem Interesse haben die Halstenbeker GRÜNEN den Abendblattartikel zur Kenntnis genommen, befassen wir uns doch gerade mit diesem Thema und haben einen Antrag zur Bauausschusssitzung gestellt, mit der Forderung nach einer Gestaltungssatzung für Werbeanlagen in Halstenbek.

Nein, für uns gehört die Werbung an der Halstenbeker Möbelmeile nicht uneingeschränkt zum Stadtbild dazu, wie im Abendblattartikel behauptet und auch im weiteren Ortsgebiet nicht!

Leuchtwerbung kann nicht nur die Verkehrssicherheit gefährden, sondern wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden von Anwohnern aus, wenn die Strahlkraft der Beleuchtung stark genug ist und/oder von Pylonen ausgeht, die hoch genug sind um weit über Gewerbegebiete hinaus zu strahlen. Desweiteren seien negative Einflüsse auf die Tier- und Pflanzenwelt genannt, deren natürlicher Rhythmus durch die Dauerbeleuchtung nachhaltig gestört wird.

Auf die Spitze getrieben wurde der Werbewahnsinn durch Flakscheinwerfer, die bewegt den Abendhimmel erleuchteten, um an Aktionstagen Kundschaft anzulocken, jedoch bei vielen Menschen der älteren Generation mulmige Gefühle auslösten, da Kriegserinnerungen erweckt wurden. Skydancern‘, Werbesäulen aus Fallschirmseide, durch eine Luftsäule stabilisiert, die durch stark lärmende, stromfressende Generatoren erzeugt wird, dürften ebenfalls eher in die Kategorie ‚Abschreckung‘ gehören.

Der Auslöser für unsere Forderung nach einer Gestaltungssatzung in Halstenbek ist jedoch die Rücksichtslosigkeit einiger Unternehmen, die sich weder an vorgeschriebene Beleuchtungszeiten halten, noch großflächige, beleuchtete Werbeanlagen beim Ordnungsamt beantragen, sondern diese errichten, ohne sich um irgendwelche gesetzlichen Vorgaben zu kümmern. Die dafür fälligen  Bußgelder, die von der Kreisbauaufsicht erhoben werden,  sind vermutlich bereits im Werbeetat dieser Firmen enthalten.

Unser Ziel ist es, durch eine Gestaltungssatzung für Werbeanlagen umweltschädigende, störende Werbung eindämmen zu können, sowie der Gemeindeverwaltung mehr Spielraum bei Zuwiderhandlungen einzuräumen. Wünschenswert wäre es,  wenn Firmen sich freiwillig Gedanken machen würden, wie ihre Werbung menschen- und umweltfreundlich gestaltet sein kann und nicht nur darüber, wie sie ‚am meisten knallt‘.

Gudrun Gabriel-Schröder (Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)

 Halstenbek, den 14. Januar 2017

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