Halstenbek

Kommunawahl 2018: Eine sichere und moderne Verkehrsinfrastruktur für alle Halstenbeker*innen

1.3.2018

Vielen Menschen in Halstenbek geht es im Straßenverkehr ähnlich: Sie fühlen sich dort aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr sicher oder sind in Sorge um ihre Familienangehörigen.

Mit nunmehr fast 18.000 Einwohnern ist Halstenbek in den letzten Jahren sehr stark und fast unkoordiniert gewachsen, was sich an einem erhöhten Verkehrsaufkommen deutlich bemerkbar macht.

Jedes neue Baugebiet zieht notwendigerweise Investitionen in die Infrastruktur nach sich: – Benötigt werden

  • mehr Plätze in Kindergärten und Schulen,
  • mehr Spielplätze,
  • mehr Naherholungsmöglichkeiten,
  • mehr Gemeindemitarbeiter, usw.

Mehr Menschen bedeuten – leider – immer auch mehr motorisierten Verkehr, so dass auch Straßen, Fuß- und Radwege an dieses Wachstum angepasst werden müssen, um allen Menschen ein sicheres Fortkommen zu gewährleisten. Dieses ist in Halstenbek allerdings nur unzureichend geschehen – die Rad- und Fußwege erinnern eher an Stück- und Flickwerk als an ein durchdachtes Netz.

Für das Wohlbefinden der Menschen ist es von zentraler Bedeutung, dass sie sich innerhalb ihrer Lebenswelt sicher fortbewegen können:

Dass sie einkaufen, zur Arbeit oder zur Schule kommen, sich mit Freunden treffen, Verwandte besuchen, ihre Umgebung erkunden, sich erholen und entspannen können.

Wer mit Angst um seine körperliche Unversehrtheit aus dem Hause geht, bleibt in Zukunft im Zweifel lieber zu Hause oder fährt – sofern möglich – mit dem Auto.

Es ist für uns Grünen inakzeptabel, dass sich die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern in Halstenbek zwischen 2014 und 2016 um über 40% erhöht hat. Und wer schon mal gesehen hat, wie jemand mit einem Gehwagen auf einem der maroden Übergänge die Hauptstraße überquert, weiß wie schlecht es insgesamt um den Zustand unserer Wege und Kreuzungen bestellt ist.

Damit werden Menschen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen – und das wollen wir mit aller Macht als Grüne verhindern. Wir tragen schon heute durch unsere Politik dazu bei, dass Problemstellen identifiziert und Lösungen angegangen werden – und nicht nur lose darüber diskutiert wird.

Die letzte konkrete Initiative für die Sicherheit auf den Schulwegen:

Wir Grünen haben im Februar 2018 ein umfassendes Aktionspaket mit leicht umzusetzenden Maß- nahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in die Gemeinderatssitzung eingebracht.

Ein Fokus lag dabei auf den Wegen um die Grund- und Gemeinschaftschule An der Bek herum, denn viele Eltern sind in großer Sorge darüber, ob sie ihren Kindern den Schulweg zumuten können oder ob sie ihre Kinder nicht gleich mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten bringen sollten – was die Verkehrssituation wiederum verschärft.

Dabei ist für Pädagogen, Ärzte und umweltbewusste Menschen unstrittig: Bewegung tut unseren Kindern gut und baut Stress ab.

Der Schulweg trägt zur sozialen Reifung bei und Kinder lernen hier täglich, wie sie sich im Straßen- verkehr sicher verhalten. Das Zurücklegen des Schulwegs mit dem Roller, Fahrrad oder zu Fuß ist dazu -natürlich- auch umweltfreundlicher.

Wer etwas gegen den Klimawandel tun möchte, ermutigt die Kinder, den Schulweg selbständig anzutreten. Wie so häufig gilt auch hier: Global denken, lokal handeln.

Besonders für die Kleinen gilt: Schulweg ist Fußweg.

Wir Halstenbeker Grünen unterstützen die Schaffung sicherer Schulwege für unsere Kinder und wir möchten zunächst die dringendsten Gefahrenstellen entschärfen.

Wir wollen Tempo-30-Zonen und Verkehrsberuhigungen dort, wo Bauprojekte für deutlich mehr Verkehr gesorgt haben (zum Beispiel im Bereich Eidelstedter Weg, Königstraße, Ostereschweg sowie Bickbargen)

Wir wollen sichere Straßenübergänge mit Zebrastreifen und Ampeln, gut ausgebaute Rad- und Fußwege und Halteverbote an schwierig einzusehen- den Punkten, damit die Halstenbeker Eltern ihre Kinder beruhigt auf den Schulweg schicken können.

Unsere konkreten Ziele:

  • Wir möchten durch unsere Initiativen zudem dazu beitragen, dass sich alle Halstenbeker*innen – neben Kindern auch mobili- tätseingeschränkte Menschen und Menschen mit Gehhilfen, ungeübte Radfahrer*innen sowie Radfahrer*innen mit den immer beliebter werdenden Anhängern – überall sicher fortbewegen können. Selbstverständlich setzen wir uns daher für die kontinuierliche Ausbesserung maroder Fuß- und Fahrradwege sowie die Einrichtung von Fahrradstraßen ein.
  • Wir müssen weiterhin ein Augenmerk darauf legen, dass der Parkraum von der Gemeinde effektiv überwacht wird und dass auch die zuständigen Behörden die Geschwindigkeitsbegrenzungen regelmäßig kontrollieren.
  • An besonders kritischen Punkten sollte auch über die Einrichtung fester Blitzanlagen nachgedacht werden.
  • Und wir wollen dringend die inakzeptable Situation in Halstenbek-Ort angehen: Hier müssen wir es endlich schaffen, den Verkehr in Haupt-, Post- und Friedensstraße zu beruhigen und für sichere und durchdachte Fuß- und Radwege sowie Straßenübergänge zu sorgen.
  • Letztlich müssen wir zu einer ganzheitlichen Verkehrsplanung und zu Verkehrskonzepten kommen, die die Bedürfnisse von Fußgängern, Radfahrern, privaten Autofahrern, Gewerbetreibenden sowie des öffentlichen Nahverkehrs gleichermaßen berücksichtigen, um damit auch für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Schon in wenigen Jahren wird es alltäglich sein, dass Fahrzeuge sich autonom, das heißt ohne menschliches Zutun in unserer Gemeinde bewegen werden. Unabdingbare Voraussetzung dafür sind sichere und gut ausgebaute Verkehrswege. Schon heute ist Halstenbek relativ gut mit Bahn und Bus zu erreichen und durch die konsequente weitere digitale Vernetzung der Angebote des öffentlichen Nahverkehrs wollen wir den Verkehrskollaps verhindern und noch mehr Menschen dazu bewegen, auf das Auto zu verzichten. Wir alle können so auch die lokale Wirtschaft stärken, denn es fällt leichter, ein Halstenbeker Fachgeschäft zu besuchen, wenn man nicht mit dem Auto daran vorbeirauscht.

Wenn wir das ungezügelte Wachstum Halstenbeks in den Griff bekommen, können wir für eine sichere und moderne Verkehrsinfrastruktur für alle Halstenbeker*innen sorgen. Dafür setzen wir Grüne uns ein: Denn nur eine Gemeinde, in der sich alle Menschen sicher fortbewegen können, bleibt lebenswert.

Jan Gahde

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