Antrag für Förderung der Biodiversität in der Gemeinde

8.1.2019

Die Halstenbeker Grünen haben im Umweltausschuss einen Antrag zur Förderung der Biodiversität eingebracht. Wir möchten, dass Halstenbek die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterzeichnet und dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ e.V. als Mitglied beitritt.

Die Deklaration ist Bestandteil des Umsetzungsprozesses der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (Bundesregierung 2007) auf kommunaler Ebene. Rund 250 Kommunen aus ganz Deutschland haben diese Deklaration mittlerweile unterzeichnet und sich damit dazu bereit erklärt, den Erhalt der biologischen Vielfalt als Grundlage einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung verstärkt zu berücksichtigen. Mit der Deklaration haben sich die unterzeichnenden Kommunen auch für den Zusammenschluss in einem kommunalen Bündnis zum Schutz der biologischen Vielfalt ausgesprochen.

Wir gehen davon aus, dass alle Halstenbeker Parteien diesen Antrag unterstützen, denn das Artensterben einzudämmen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Der vollständige Antrag ist hier einsehbar.

Mehr unter www.kommbio.de und auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.


Hier der aktuelle Sachstand am 16.2.2019:

Die biologische Vielfalt sowohl im  Pflanzen- als auch im Tierreich nimmt immer mehr ab, was für Insekten und  daher auch für den Menschen schädliche Folgen hat. Das Sterben der Bienen ist bereits in aller Munde. Es ist daher erforderlich, dass in den Kommunen gehandelt wird. Die Probleme, die in Halstenbek bestehen, wie z.B., dass einheimische Wildpflanzen, die Nahrung für Insekten und Kleinstlebewesen bilden, an vielen Orten bereits nicht mehr wachsen, da sie  empfindlich auf das „Spritzen“, Düngung oder zu häufige Mahd reagieren, bestehen bei anderen Gemeinden ebenfalls.

Die Grünen in Halstenbek haben daher einen Antrag im Ausschuss für Landschaft und Umwelt eingebracht, dass die Gemeinde Halstenbek dem „Bündnis für biologische Vielfalt in Kommunen“ beitritt, um von den Erfahrungen anderer Kommunen mit Umweltprojekten zu profitieren und die vielversprechendsten Projekte in Halstenbek ebenfalls auf den Weg zu bringen.  Der Jahresbeitrag beträgt 160,- €. Bei den Mitgliedern des Bündnisses wurden seit mehreren Jahren Projekte durchgeführt, um die biologische Vielfalt wieder zu vergrößern. Diese Projekte sind größtenteils von Experten begleitet worden und sind zusammen mit grundsätzlichen Überlegungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einem Handlungsleitfaden gebündelt worden. Außerdem werden Newsletter herausgegeben, in denen weitere Projekte vorgestellt und wissenschaftliche Erkenntnisse wiedergegeben werden. Darüber hinaus gibt es Informationen zu Förderungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Dieser Antrag ist bei der letzten Sitzung im Januar 2019 vertagt worden, da noch geprüft werden soll, ob der Nutzen, den Halstenbek aus der Mitgliedschaft ziehen kann, groß genug ist. Hierzu sind aus dem Kreis der Ausschussmitglieder die Anregungen gekommen, Einblick in die Newsletter zu nehmen, nachzufragen, ob die Informationen auch der Politik zur Verfügung stehen, wie hoch die Kosten für Fortbildungsveranstaltungen sind und ob Angestellte des Bündnisses bei der nächsten Ausschusssitzung für Fragen zur Verfügung stehen. Außerdem sollte bei anderen Kommunen hinterfragt werden, wie diese ihren Nutzen aus dem Beitritt bewerten.

Inzwischen liegen Links zu Internetseiten vor, über die Einblick in Newsletter genommen werden kann und Informationen zu Fortbildungsveranstaltungen, wonach die Teilnahme in der Regel kostenlos ist, Fahrt- und Unterkunftskosten aber selbst bezahlt werden müssen. Es wurde mitgeteilt, dass zwar ein Ansprechpartner bei der Verwaltung benötigt wird, aber keine Bedenken bestehen, dass die Informationen des Bündnisses auch an die Politik weitergegeben werden dürfen. Eine Nachfrage bei anderen Kommunen zu deren Bewertung steht noch aus, wird aber vor der nächsten Sitzung den Ausschussmitgliedern bekannt gegeben, so dass in der nächsten Sitzung über diesen Antrag abgestimmt werden kann.  Schön wäre es, wenn dies zu einem Konzept für das weitere Vorgehen in Halstenbek führen könnte.

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