Öffentlicher Rundfunk

Von Abercron stellt die Freiheit des Rundfunks in Frage

Pinneberg 14.01.2020

Mit einer irritierenden Stellungname zum Öffentlich Rechtlichen Rundfunk hat der CDU Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron die Freiheit des Rundfunks in Frage gestellt: Tatort von Sat 1, Keine Musiksendungen mehr… und schon gar keine Satire…?

Die Stellungname unseres Kreisvorsitzenden und Kulturschaffenden Jens Herrndorff lest ihr hier:

Mit einer höchst problematischen Wortwahl kritisiert der Elmshorner Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron (CDU) die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Rahmen eines Kommentars in der gestrigen Ausgabe der shz.
Von Abercron stößt mit seiner Sichtweise und Argumentation in das gleiche Horn wie AfD-Hardliner Alexander Gauland, der aber – und dies wünscht von Abercron ausdrücklich nicht – darüber hinaus die komplette Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert.
Er verkennt dabei völlig, dass sich die öffentlich-rechtlichen Medien auf einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung stützen und mit den Rundfunkräten, die sich aus verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen zusammensetzen, effektive Kontrollinstrumente bestehen.
Die Aufgabe eines verantwortungsvollen Politikers sollte heutzutage – in Zeiten von “Fake news” und einer Unsicherheit der Menschen über seriöse Berichterstattung – viel mehr darin liegen, das Vertrauen in seriösen und unabhängigen Journalismus zu stärken und nicht noch Öl ins Feuer der rechtspopulistischen Agitatoren zu gießen.

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