Positionierung der Grünen zum geplanten Grundschulanbau Holm – Sichtweise der Grünen zum pädagogischen Konzept

Die Betreuungsschule Holm hat im Dezember 2017 einen Antrag auf Erweiterung der Betreuungsschule gestellt, um der steigenden Anzahl der zu betreuenden Schüler in adäquater Weise begegnen zu können.

Das Ergebnis dieses Antrages ist die Planung eines Anbaus an das bestehende Schulgebäude, mit dem auch die Situation der Grundschule, die ebenfalls räumlich gesehen nicht ausreichend ausgestattet ist, erheblich verbessert werden würde.

Es gibt für uns Grüne in Holm keinen Zweifel daran, unsere Grundschule so auszustatten, dass sie über ausreichend große und über eine ausreichende Anzahl von Räumen verfügt (sowohl für den Vormittags- als auch den Nachmittagsbetrieb).

Zur Zeit ist es so, dass sich etliche Schulen auf den Weg machen, ihre pädagogischen Konzepte zu verändern. Insbesondere in den Bundesländern Baden-Württemberg und NRW sind Schulen mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden, die neue pädagogische Konzepte des Lernens erfolgreich umgesetzt haben. Dieser Erfolg wird an mehreren Faktoren gespiegelt, insbesondere an zwei Erfolgskriterien, die wir für die Wesentlichen halten:

  1. Auswirkung auf die Motivation der Kinder zum Lernen im Vergleich zu den bisherigen Lernkonzepten
  2. Abschneiden bei bundesweit durchgeführten Leistungstest

In beiden Punkten wurden überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt!

Neue Methoden (pädagogische Konzepte), der Einsatz digitaler Medien, u.a. auch die Bereitsstellung von Endgeräten für Schüler, führen zu einem verändertem Raumkonzept der Schulen.

Die Grundschule Holm wird zur Zeit sehr engagiert von Frau Kähler kommissarisch geleitet. Ein/e Schulleiter/in, der/die sich entscheidet nach Holm zu kommen und vielleicht mit der Vision, eine zeitgemäße Lernlandschaft zu entwickeln, könnte, wenn das geplante Umbauprojekt greift, unter Umständen ausgebremst werden. Idealerweise entsteht zuerst die Idee, wie gelernt werden soll, und daran schließt sich eine räumliche Gestaltung der Schule an.

Wir möchten betonen, dass wir sicher sind, dass in Holm engagiert und in hoher pädagogischer Qualität gearbeitet wird. Unsere Gedanken zu einer Entwicklung der Holmer Schule sollen keine Kritik sein, an dem, wie dort gelernt und gelehrt wird.

Dennoch gibt es neue Konzepte, die zukunftsweisend den sich verändernden Schülern und deren Lebensumfeld entsprechen. Gleiches gilt für die Betreuungsschule. Auch hier sind die stärker zukunftsorientierten, pädagogischen Konzepte als Vorbereitung für den vsl. ab 2025 geltenden Anspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter von großer Bedeutung.

Mit unserer Diskussion in den Ausschüssen und auch mit unserem in der Gemeindevertretung eingebrachten Antrag mit entsprechenden Fragen zum Grundschulanbau, wollten wir dazu auffordern, sich noch mehr mit neuen pädagogischen Konzepten auseinanderzusetzen, deren Umsetzung bestimmte bauliche Veränderungen nach sich ziehen würde. Wir nehmen wahr, dass sich die Grundschule und auch die Betreuungsschule viele Gedanken über die Qualität ihrer Arbeit machen und sicher auch in hoher Qualität umsetzen.

Im Gegensatz zu CDU und SPD sind wir Grünen aber der Meinung, dass es weitreichendere Diskussionen geben müsste und ein verstärkter Austausch mit Schulen, die sich bereits intensiv mit „offenen Lernkonzepten“ beschäftigt haben und diese auch umsetzen wollen, stattfinden müsste. Als ortsnahes Beispiel sei die Gemeinschaftsschule Moorrege genannt.

Wir sind der Meinung, dass eine weitere Diskussion nur Sinn macht, wenn diese Ansicht auch von anderen Gemeindevertretern, der Grundschule und Betreuungsschule geteilt wird.

Abschließend möchten wir noch einmal zum Ausdruck bringen, dass wir weder die Leistung der Betreuungsschule noch die der Grundschule in Frage stellen, ganz im Gegenteil!

Dennoch sehen wir es nach wie vor als unsere Aufgabe, mit neuen Ideen und Anregungen die Diskussionen zu bereichern.

NACHFRAGEN, HINTERFRAGEN ist nicht gleichzusetzen mit IN FRAGE STELLEN!

 

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