Familien entlasten: Perspektiven für die Nachschulische Betreuung

26.05.2020 Zusammen mit FDP und CDU wollen wir die Hortermäßigung für weitere zwei Jahre festschreiben. Gleichzeitig fordern wir eine Neuordnung der nachschulischen Betreuung und der Sozialstaffel.

 

Durch die KiTa-Reform 2020 in Schleswig Holstein muss die bislang geltende Geschwisterermäßigung im Kreis Pinneberg neu beraten werden. Das neue KiTa-Gesetz schließt den Hort nicht mehr in die Geschwisterermäßigung ein, was für viele Eltern im Kreis Pinneberg einen rasanten Anstieg der monatlichen Belastung bedeuten würde. Die Fraktionen der GRÜNEN, FDP und CDU legen nun einen Antrag vor, der die bislang gültige Ermäßigung für weitere zwei Jahre festschreibt. Im Kreis Pinneberg besuchen derzeit 767 Kinder einen Hort, deshalb ist die Verlängerung der Geschwisterermäßigung bis zum 31.07.2022 ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig soll mit dem Antrag aber ein Signal an Kommunen und Eltern gesendet werden, das auf die Weiterentwicklung der nachschulischen Betreuung ausgerichtet ist, auch und gerade im Hinblick auf den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagbetreuung, der 2025 in Kraft tritt.

Mit dem Antrag stecken wir uns zugleich das Ziel einer ganzheitlichen Weiterentwicklung der schulischen Ganztagsbetreuung und der Ermäßigungssysteme für Familien mit mehreren Kindern. Eine Arbeitsgruppe aus Kreispolitik, Kommunen und Fachleuten soll dazu ins Leben gerufen werden und – geht es nach den drei Fraktionen – bis zu den Haushaltsverhandlungen im Herbst 2022 einen Vorschlag vorlegen. Besonders die GRÜNEN drängen auf eine Neuregelung und Intensivierung der Gespräche.

Die jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Nadine Mai erläutert: „Eine erste Anfrage der Grünen Fraktion im letzten Jahr hat ergeben, dass es im Kreisgebiet neben dem Hortangebot sehr verschiedene Ermäßigungs-Systeme und Betreuungsarten für Grundschulkinder gibt. Es ist den vielen Familien im Kreis, die ihre Kinder in einer festen Betreuungsgruppe mit ebenfalls hohen Teilnahmegebühren angemeldet haben, nicht zu vermitteln, warum sie – im Gegensatz zu den Horten – keine Geschwisterermäßigung für ihre kleineren Kinder in Kitas bekommen. Viele Gemeinden haben bereits eine Umstellung vom Hort auf eine Schulkindbetreuung begonnen und damit Kapazitäten für Krippen- und Kitaplätze geschaffen. Doch gerade für die nun startende Diskussion über die Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung ist der Hort mit seinen hohen Qualitätsmaßstäben und flexiblen Betreuungsangeboten etwa in Frühdienst oder Ferien ein Vorbild.

 

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