Holm

Brief an alle Holmer Bürger

Liebe Holmer*innen,
vor mehr als einem Jahr hat die Pandemie auch unser Dorf erreicht.  Als Reaktion darauf riefen die Grünen die Aktion „Holmer helfen Holmern“ ins Leben.  Im Rahmen dieser Aktion haben wir Holmer*innen mit selbstgefertigten Masken versorgt, einen Einkaufsservice initiiert, und bieten nun Hilfe bei der Beschaffung von Impfterminen ebenso an wie Hilfe bei der Organisation von Fahrten zum Impfzentrum. Sollten Sie Hilfe benötigen, so scheuen Sie sich bitte nicht, unsere Organisatorin, Frau Uta Brodersen, zu kontaktieren:

Tel. 0176 / 54 43 55 20 oder 04103 / 4836 

Allerdings haben wir in den letzten Monaten nicht nur praktische Hilfe für Holmer*innen geleistet, sondern auch daran gearbeitet, Holm nachhaltig zu gestalten. Einen kurzen Überblick über unsere zahlreichen Initiativen geben wir Ihnen mit diesem Bürgerbrief.  Die ausführlichen Berichte zu einzelnen Themen finden Sie auch hier auf unserer Webseite.

Grüne kämpfen für eine nachhaltige Dorfentwicklung

Mit Ihrer überwältigenden Unterstützung haben Sie uns 2018 das Mandat gegeben, „Holm grüner zu machen“. Natürlich bedeutet dies nicht nur Vertreter der Grünen in der Gemeindevertretung zu haben, sondern es bedeutet vor allem sich für eine nachhaltige Politik einzusetzen. Schon in der ersten Gemeindevertretung nach der Wahl haben wir daher den Antrag gestellt, für Holm einen Dorfentwicklungsplan unter Einbeziehung aller Parteien und vor allem auch Bürger*innen zu erarbeiten. So wird es möglich, in Zukunft nicht mehr nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern unsere Zukunft selbst in und für Holm aktiv zu gestalten.  Leider fand dieser Vorschlag zunächst keine Unterstützung bei CDU und SPD. In den letzten zwei Jahren ist nun aber ersichtlich geworden, dass zukünftig zahlreiche Fördermittel für Gemeinden an das Vorliegen eben eines genau solchen Plans gebunden sind und sein werden. Daher haben wir erneut den Antrag gestellt, einen Dorfentwicklungsplan zu erarbeiten, der nun in den Fraktionen der CDU und SPD zur Entscheidung liegt.

Grüne kämpfen für einen besseren Anschluss Holms an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV)

Teil einer nachhaltigen Dorfentwicklung sollte auch immer sein, den ÖPNV so attraktiv wie möglich zu gestalten, damit möglichst viele Holmer*innen den ÖPNV nutzen können.  Im Rahmen der Planung eines neuen Regionalen Nahverkehrsplanes (RNVP) für den Kreis Pinneberg, haben wir für den Bereich Wedel-Elmshorn Anfang 2020 ein ÖPNV-Konzept erstellt. Mit Umsetzung dieses Konzeptes könnten im Busangebot deutliche Verbesserungen für Holm erreicht werden: Schnellere Fahrzeiten (Einführung einer Expressbuslinie), Busse fahren häufiger (30-Minuten-Takte auf allen Linien, dadurch sauberer 10-Minuten-Takt zwischen Holm und Wedel), mehr Ziele werden besser erreicht (durch deutlich bessere Verknüpfungen zwischen Buslinien und Bussen und Bahnen). Wir haben daher den Kreistag aufgefordert, dieses Konzept – welches inzwischen auch von weiteren Gemeinden und dem Amt (GUMS) unterstützt wird – möglichst schnell umzusetzen, um die bundesweit politisch geforderte Verkehrswende endlich in Gang zu setzen.  Daneben fordern wir aus mehreren Gründen den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) auf, den Tarif-Ring B bis nach Holm zu verschieben. Dadurch würde die Fahrt im ÖPNV in die Hamburger Innenstadt deutlich günstiger werden. Beide Vorhaben liegen in den abschließenden Entscheidungen nicht in unserer Hand. Aber wir setzen unsere gesamte politische Energie dafür ein, dass der ÖPNV durch schnellere Verbindungen, durch kostengünstigere Nutzung und durch häufigere Fahrtmöglichkeiten als eine echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr ausgebaut wird.

Unser Einsatz für eine aktive Reduzierung des CO2 Ausstoßes in Holm – Quartierslösung

Bereits 2019 haben wir ein Projekt initiiert, das zum Ziel hat, mit Hilfe eines Nahwärmenetzes unter Verwendung von regenerativen Energien die Wärmeversorgung eines Quartiers neu zu gestalten und dabei CO2 einzusparen. Das entsprechende Quartier in Holm konnte in einer ersten Projektphase identifiziert werden (Bereich Schulstraße mit den gemeindlichen Liegenschaften Schule, Gemeindehaus, Turnhalle und Feuerwehr). Vorgesehen ist es, Wärme aus Holz zu gewinnen, das lokal vorhanden ist und in einem Holzhack-schnitzel-Werk aufgearbeitet wird. Diese Form der Wärmenutzung soll auch Holmer*innen und den in Holm ansässigen Unternehmen angeboten werden.

Der einstimmige Beschluss der Gemeindevertretung vom 23.03.21 zur weiteren Planung dieses innovativen Klimaschutzprojektes freut uns sehr! Dieses für die Region Pinneberg herausragende Leuchtturmprojekt verdeutlicht, welche Möglichkeiten im Rahmen einer grünen und pro-aktiven Klimaschutzpolitik für die Kommunen schon jetzt bestehen – sie müssen nur genutzt werden.

Grüne initiieren Schaffung von Fahrrad- Abstellmöglichkeiten an den Holmer Sandbergen

Auch in kleineren Anträgen haben wir bewiesen, wie wir Holm nachhaltig gestalten können.  Ein Antrag zur Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Bereich des Eingangs der Holmer Sandberge / Sportanlage wurde erfreulicherweise angenommen. Der Holmer Bauhof wird in Kürze aus Holz gefertigte Abstellmöglichkeit schaffen. Bei weiterem Bedarf kann über Erweiterungen beraten werden.

Mehr Klimaschutz in Holm wäre möglich

Aus dem oben Genannten wird ersichtlich, wie viel man auch mit einer kleinen Gruppe von engagierten Menschen für eine Gemeinde wie Holm erreichen kann.  Aber leider reicht das noch nicht aus, um ein generelles Umdenken in der politischen Landschaft Holms zu erreichen. Obwohl sich die CDU/ SPD geführte Bundesregierung zu einer Einhaltung der Klimaziele verpflichtet hat, lehnten in Holm die Vertreter beider Parteien einen Antrag der Grünen ab, zukünftig das Aufgaben-gebiet des Umweltausschusses um das Thema „Klimaschutz“ zu erweitern. So entsteht aus unserer Sicht der Eindruck, dass dieses Thema sowohl der CDU als auch der SPD in Holm nicht wichtig genug ist, um als eigenständiges Aufgabengebiet definiert zu werden.

Ein weiterer Antrag der Grünen wurde ebenfalls abgelehnt, der es zum Ziel hatte, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe zu bilden, die eine Strategie zur Versorgung Holms mit Ladesäulen für E-Mobilität erarbeiten sollte. Für diese Art von Projekten sind derzeit sehr gute Fördermöglichkeiten vorhanden, die die Investitionskosten erheblich verringern. Sowohl von den CDU-, als auch den SPD-Vertretern wurde bemängelt, dass die Holmer*innen durch eine Investition in diese Technologie ja keinen direkten Nutzen zu erwarten hätten, sondern lediglich Ortsfremde. Für uns beinhaltet Politik der Nachhaltigkeit ebenfalls den Aspekt der Solidarität.

All diese Punkte zeigen, was auf kommunaler Ebene getan werden kann, wenn man will.

Wie Sie sehen – der Weg in eine nachhaltige Zukunft ist auch in Holm noch weit. Aber durch beharrliches Arbeiten ist es den Grünen bisher möglich gewesen, einiges in die richtige Richtung zu bewegen, was ohne die Unterstützung von Ihnen bei der letzten Wahl nicht möglich gewesen wäre.  Wir werden weiter daran arbeiten, und haben noch viele Ideen!

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wenn auch Sie sich für eine nachhaltige Zukunft Holms engagieren wollen, dann freuen wir uns, wenn sie mit uns Kontakt aufnehmen, um den Klimaschutz in Holm weiter voran zu bringen.

Kontakt: Vorstand BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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