E-Busse und Radverkehr. Mobilitätswende im Kreis Pinneberg

Auf einer Fahrrad-Tour der GRÜNEN Rellingen am Sonnabend, haben sich ca. 20 Teilnehmende aktiv mit dem Thema Mobilitätswende auseinandergesetzt. Vertreten waren neben den Ortsverbänden auch der ADFC Kreisverband, sowie der Kreisvorsitzende der GRÜNEN Jens Herrndorff und Vertreter und Vertreterinnen der Bürgerinitiative “Gemeinsam für Rellingen”. Letztere berichteten über die angespannte Verkehrssituation in der Gemeinde. Die Rellinger Ortsvorsitzenden Kathrin Lüder und Anja Keller nutzten die Tour, um die städtischen Wege und Highlights zusammenzubinden. So startete startete man am Entdeckergarten des Umwelthauses e.V., besuchte den Rellinger Hofladen und den Skaterpark bis zum Abschluss am Platz “Am Markt”.

„Für uns in der Kommune ist Mobilität im Alltag sehr wichtig“, so die Ortsvorsitzende Anja Keller. Im Juni hatten die GRÜNEN bereits ein echtes Mobilitätskonzept für die Stadt Rellingen beantragt. „Wir setzen uns für ein integriertes Mobilitätskonzept ein, dass alle Verkehrsmittel betrachtet und das große Ganze im Blick hat. Wenn alle Bevölkerungsgruppen sicher, komfortabel und selbstständig zu Fuß oder mit dem Rad mobil sein können, profitieren wir alle davon.“

Kreissprecher Jens Herrndorff, der die Tour begleitete ist sicher, dass insbesondere der Ausbau der A23 diese Bemühungen in der Stadt für eine gute integrierte Mobilität verhindern: „Wir brauchen eine Verkehrspolitik, die für mehr Lebensqualität sorgt und wir müssen uns auf den Weg zur Klimaneutralität machen. Die jetzige Autobahn reicht für die zukünftigen Bedarfe völlig aus. Vielmehr brauchen wir dichtere Bustakte und die im Kreis Pinneberg von unsere GRÜNEN Fraktion seit einem Jahr beantragte X195, die S4 West und die Radschnellwege. Zudem ist es wichtig in unsere E-Lade-Infrastruktur zu investieren. Tolle lokale Unternehmen, wie das SunOyster-Team aus Halstenbek, zeigen uns was heute schon möglich ist.“

SunOyster arbeitet an einer neuartigen, konzentrierenden Solartechnologie, die mit großen Spiegeln Sonnenlicht bündelt und es direkt auf einen Receiver leitet, in dem Wärme oder Wärme und Strom zeitgleich erzeugt werden. Für den stets optimalen Winkel richtet sich die Anlage automatisch ganztägig nach dem Stand der Sonne aus und erzeugt damit ein Vielfaches mehr an Energie als konventionelle Anlagen. ⁠⁠

Auf einem Besuch beim Busunternehmen Kreisverkehrsgesellschaft Pinneberg, KVIP, das inzwischen 160 Mitarbeiter beschäftigt, hat sich Herrndorff zudem über den Ausbau des dortigen Betriebshofes und die Planung der E-Busse informiert.  Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Uetersen, Jens Ewald, sowie Kreistagsmitglied Nadine Mai war die lokale Mobilitätswende Thema.

„Es ist beeindruckend, wie Geschäftsführer Dr. Thomas Becker die Mobilitätswende im Blick hat und unermüdlich Förderanträge schreibt, um hier im Kreis Pinneberg einen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Aktuell wird die Photovoltaik-Anlage auf das Dach der Gesellschaft gebracht, bald folgt ein Speicher, dessen Kapazitäten und Leistungen von der Kieler Hochschule engmaschig überwacht und evaluiert werden.“ Leider sind, so Becker, viele Fördertöpfe nicht für kleine Unternehmen gedacht und so braucht es enorme Anstrengungen, die Mittel einzuwerben. Dass die kleinen Kommunen bei den Fördermitteln oft das Nachsehen haben, weiß auch Herrndorff, der für die Grünen in Barmstedt Kommunalpolitik macht.

Im Nahverkehr des Kreises ist ein neuer E-Bus bereits sehr gut unterwegs. Der E-Bus von Heuliez sichert eine Reichweite von 150 km ab, schafft an warmen Tagen auch 180 km pro Ladung. „In Zukunft wird sich die Beschaffung ebenfalls weiter elektrisch orientieren. So hat die KVIP bereits eine neue Ausschreibung für 6 weitere E-Busse geschaltet, 4 vom französischen und 2 vom deutschen Hersteller. Für Nadine Mai, die den Bereich ÖPNV in der Kreistagsfraktion bearbeitet, ein deutliches Zeichen, dass Deutschland mehr tun muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Es ist jetzt schon klar, dass die deutschen Hersteller dem Bedarf bei E-Bussen nur zögerlich nachkommen können. Jahrelang hat man die Unternehmen zu wenig bei der Forschung und Umsetzung von Alternativen unterstützt. Nun sind Fabrikate aus Frankreich attraktiver. Das ist bitter, motiviert uns GRÜNE aber auch weiter, eine klimaneutrale Mobilität und Wirtschaftspolitik zu fordern“, so Mai

 

 

 

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