KreisGRÜNE wählen Vorstand

Für die beiden Kreisvorsitzenden der GRÜNEN Jens Herrndorff und Hildegard Bedarff geht es in die zweite Runde. Nahezu einstimmig wurden beide am 07. November als Vorsitzende der Partei wiedergewählt. Mit Stolz berichteten beide von der gelungenen Arbeit und dem Wachstum der Partei in den letzten beiden Jahren, das zugleich eine Herausforderung darstellt.

Jens Herrndorff freut sich über das Vertrauen der Mitglieder und auch auf die weitere Zusammenarbeit mit Co-Sprecherin Hildegard Bedarff: „In den letzten zwei Jahren ist unser Kreisverband von rund 400 auf jetzt mehr als 550 Mitglieder gewachsen und mehrere neue Ortsverbände sind im Kreisgebiet entstanden. Diese erfolgreiche Arbeit wollen wir als Vorstand fortsetzen und die Menschen einladen, zusammen mit uns Grüne Politik vor Ort zu gestalten. Wir freuen uns auf die Aufgaben, die vor uns liegen; insbesondere auf den Landtagswahlkampf, in dem wir erstmalig in Schleswig-Holstein – mit einem starkem Frauenduo an der Spitze und tollen Kandidatinnen aus dem Kreis – die Chance haben, stärkste Kraft im Land zu werden.“

Gründlichkeit ist in den Koalitionsverhandlungen wichtiger, als ein zügiger Abschluss der Verhandlungen. Die Ampel ist kein Automatismus“

Für Hildegard Bedarff ist die kommende Zeit vor allem eine, die in Richtung Klimaschutz gehen muss. Mit Skepsis berichtete Bedarff auf der Versammlung am Sonntag von Hinweisen aus Berlin, dass die Verhandlungen um eine Ampelkoalition im Bund offenbar stocken. Auf Antrag des Kreisvorstandes beschloss die Kreismitgliederversammlung daher ein klares Signal nach Berlin zu senden. Mit ihrem Antrag fordern die Kreis Pinneberger Grünen „den Bundesvorstand und die Grünen Verhandlungsteams auf, in den Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung weiterhin auf verbindliche Zusagen zum Klimaschutz mit dem Ziel einer maximalen Temperaturzunahme von 1,5 Grad Celsius, zur Rettung der stark bedrohten Biodiversität und zu einem sozial-ökologischen Aufbruch zu bestehen. Investitionen in eine sozialverträgliche Klimapolitik sind politische Aufgaben für die nächste Bundesregierung insgesamt und dürfen in den Koalitionsverhandlungen nicht wegverhandelt werden. Gründlichkeit ist in den Koalitionsverhandlungen wichtiger, als ein zügiger Abschluss der Verhandlungen. Die Ampel ist kein Automatismus“

„Mit diesem Antrag möchten wir unseren Bundesvorstand und unsere Grünen Verhandlungsteams unterstützen und dokumentieren, wie wichtig uns substantielle Ergebnisse von Koalitionsverhandlungen sind. Der derzeitige globale Klimagipfel in Glasgow zeigt malwieder deutlich, dass die reichen Industriestaaten wie Deutschland endlich handeln müssen. Die Ampel ist kein Automatismus. Als zweitstärkste Partei sehen wir zudem ein Anrecht auf das Finanzministerium und gehen davon aus, dass die Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen einem Koalitionsvertrag nur zustimmen, wenn sich für die Menschen etwas verbessert und das Klima geschützt wird.“, so Bedarff.

Der streitbare Kreisverband der GRÜNEN hat sich aber auch in anderen Bereichen erweitert. Mit der neuen Beisitzerin Mouska Malek, die als Kind aus Afghanistan nach Deutschland kam und gerade ihr Studium beendet hat, sollen Chancengerechtigkeit und die Ansprache von Migrantinnen und Migranten stärker in den Fokus rücken

Mit Anja Schneider, die als Dozentin in Pflegemanagement-Weiterbildungen arbeitet, wird zudem das Thema Gesundheit und mit Andrea Dreffein-Hahn, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Gewerkschaftsgrün die Arbeitnehmerrechte abgedeckt. Für neue Impulse will auch der Jura-Student Florian Juhl aus Prisdorf sorgen, der zugleich Sprecher der Grünen Jugend ist: „Es ist mir eine große Freude, dass mit mir eine Stimme der jungen Leute direkt im Kreisvorstand sitzt. Die für uns jungen Menschen relevanten Themen wie Digitalisierung, Politische Bildung, Mental Health und praxisnahe Ökonomiebildung spielen somit eine unmittelbare Rolle bei Bündnis90/Die Grünen im Kreis Pinneberg.“, so Juhl.

Weitere Beisitzer sind der Heidgrabener Fraktionsvorsitzende und Student Kristian Warnholz sowie Stefan Rasch aus Halstenbek, der hier als neues Mitglied für frischen Wind sorgen und Impulse für die Digitalisierung setzen möchte. Als Schatzmeister wurde der Finanzprofi und Bankberater Arne Kellner, Fraktionsmitglied in Uetersen, gewählt.

 

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