Mobilitätswende K22

Zur K22: Nur Verkehrsdichte reduzieren schafft Sicherheit.

Pressemitteilung

GRÜNE aus Uetersen und Landtagskandidatin werben für neue Konzepte

 

Die GRÜNEN in Uetersen wehren sich gegen den Versuch, den Bau der K22 mit Blick auf die Verkehrssicherheit für Kinder zu rechtfertigen: „Die ist ein Widerspruch in sich: Mehr Straßen säen mehr Verkehr und belasten damit das Gesamtverkehrsaufkommen der Region.“, so GRÜNEN-Ortsvorsitzende Katrin Stange aus Uetersen.

 

Für die Kreistagsabgeordnete und Kandidatin zur Landtagswahl Dr. Nadine Mai von Bündnis 90/Die Grünen stehen die K22, aber auch die A23 Erweiterung gegen einen klimafreundlichen Umbau von Mobilität und Wirtschaft. Mai setzt sich stattdessen für den Ausbau der Schiene und mehr Fördermittel für Busse ein. Sowohl die Idee der viergleisigen S4 West zwischen Elmshorn und Hamburg wie auch die Reaktivierung von Uetersen-Tornesch mit Durchbindung nach Hamburg konnten die GRÜNEN so im Landesnahverkehrsplan verankern. „Die Mobilitätswende beginnt hier vor Ort, nicht mit Straßenbau, sondern mit umweltfreundlichen und gut getakteten Öffentlichen Verkehrsmitteln. Die CDU hat den Klimaschutz im Bund lange blockiert und nicht für ausreichend günstige klimafreundliche Alternativen gesorgt. Im Kreis Pinneberg haben wir den ÖPNV gemeinsam gestärkt, wenngleich auch hier der Druck allein von uns kam. Und der Druck ist wichtig. Denn die Zeche für das Zögern von Herrn Scheuer im Bund und von Herrn Buchholz im Land zahlen wir Bürger nun an den Zapfsäulen. Wir müssen jetzt schnell und konsequent in Busse und Bahnen investieren, und im Schwerlastverkehr Abbiegeassistenten verpflichtend einführen, anstatt weitere Straßenprojekte zu fördern.“

 

Mai, die in Uetersen lebt und schulpflichtige Kinder hat, spricht zudem aus eigener Erfahrung und Betroffenheit: „Die Unfälle an Straßen sind tragisch und machen mich betroffen. Meine Kinder müssen den Ossenpadd täglich überqueren. Doch wer die Situation kennt, weiß: Mangelnde Schulwegkonzepte, parkende Autos in den Straßen, schlechte Sichtbarkeit von Ampeln und der ungenügende Ausbau der Radwege sind das Problem. Hier muss die Gemeinde handeln.“

 

Davon ist auch Oliver Lorentzen, der Sprecher des Uetersener Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen überzeugt: „Immer nur die alte Karte ‚K22-Ausbau‘ auszuspielen, ist weder für die aktuelle Situation noch zukunftsorientiert gedacht. Denn ob und bis die Straße bei all den Streitigkeiten über die Streckenführung gebaut wird, gehen weitere Jahre ins Land. Außerdem liegt die Zukunft auch in Sachen Logistik auf der Schiene.“

 

Für Jens Ewald, Lehrer und Fraktionsvorsitzender in Uetersen, ist klar: „Wir müssen mutiger werden und Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichwertig in den Blick nehmen. Wenn eine Straße mit Radweg zu schmal ist, muss sie Einbahnstraße werden.“

Entsprechend kündigt Ewald einen Prüfantrag im Bau- und Verkehrsausschusses am kommenden Donnerstag an, den die Uetersener Grünen zur Situation am Ossenpadd entwickelt haben.

 

Ewald erläutert dazu: „Der Ossenpadd muss beim für 2023 und 2024 geplanten Ausbau komplett neu gedacht werden, damit Fuß- und Radwege mehr Platz auf dieser wichtigen Straße finden. In Richtung Tornescher Weg soll er eine Einbahnstraße werden, der Raum für Bäume bleibt erhalten. Das bringt mehr Platz, Sicherheit und Ruhe für alle Verkehrsbeteiligten – von KiTa- bis Schulkind, Eltern, Anwohner und alle, die diesen Weg nutzen, um von A nach B zu kommen. Der LKW-Verkehr wird sich durch diese Maßnahme reduzieren.“ Im Zuge dieses Konzepts sollen auch die Heinrich-Schröder-Straße stadtauswärts und die Alsenstraße stadteinwärts zur Einbahnstraße werden, am jetzt unübersichtlichen Knotenpunkt Ossenpadd – Heinrich-Schröder-Straße – Kleine Twiete – Bahnschiene soll ein Kreisverkehr zusätzlich entlasten und Staus reduzieren bzw. vermeiden.

 

 

 

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