Intersektionaler Queerfeminismus! Was ist das und warum brauche ich das?

Happy Pride Month! ❤️🏳️‍🌈

Nicht nur im Juni, sondern an 365 Tagen im Jahr müssen wir uns dafür einsetzen, die Rechte aller marginalisierten Menschen zu stärken. Dazu fordern viele Aktivist*innen mehr intersektionalen Queerfeminismus, der unsere Politik prägen soll. Aber was ist das und wozu brauchen wir das?

Intersektionalität bedeutet so viel wie die Überschneidung von mehreren Diskriminierungsformen, z.B. queer, behindert, Frau, PoC (=Person of Color, das heißt Personen, die Rassismus ausgesetzt sind), die miteinander in Wechselwirkung stehen.

Queer ist ein Sammelbegriff für alle Menschen, deren sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität von der heterosexuellen/cisgeschlechtlichen Norm abweichen.

Feminismen sind vielfältige Ansätze zur Geschlechter- und Gesellschaftskritik, verbunden mit den Forderungen nach:
– Gleichberechtigung aller Geschlechter in Bildung, Beruf und Beziehungen
– Selbstbestimmung über Körper, Sexualität und Geburten
– Veränderungen der Geschlechterverhältnisse und der gesellschaftlichen Ungleichheiten

Auf welche Weise verknüpfen wir diese Konzepte?

Weil verschiedene Diskriminierungsformen miteinander in Wechselwirkung stehen, gehören zu einer guten Queerpolitik auch Antirassismus, Antiableismus (Kampf gegen Behindertenfeindlichkeit), Feminismus und eine gesunde Portion Kapitalismuskritik.

Der Queerfeminismus erhält also eine intersektionale Dimension: Wir kämpfen für die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Klasse, Ethnizität, nationaler Herkunft, Hautfarbe, Behinderung, Religion, Sexualität und Queerness!

Solange sich das System von Patriarchat, Rassismus, Ableismus und sexueller und geschlechtlicher Normativität nicht verändert, können nicht alle Menschen selbstbestimmt und diskriminierungsfrei leben.

Die queerfeministische Politik hat viele Baustellen – in Deutschland und international. Arbeiten wir gemeinsam daran, Diskriminierung und Ungerechtigkeit auf allen institutionellen und gesellschaftlichen Ebenen zu identifizieren und abzubauen.

Happy Pride!

LB

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