Starkregen: Klimawandel braucht entschlossene Politik in Pinneberg

PRESSEERKLÄRUNG ZUM STARKREGEN IN PINNEBERG, 27.08.2022

Als am Freitag In vielen Teilen Pinnebergs Wassermassen die Straßen und Keller fluteten, waren kaum mehr als 12 Stunden seit der Sitzung des Umwelt und Naturschutzausschusses vergangen, in dem die Fraktion Grüne und Unabhängige Anfragen zu diesem Thema eingebracht hatte. Während die Stadtverwaltung sich des Themas ebenso angenommen hat, wie auch die Bürgernahen, gab es innerhalb der Ausschusssitzung einmal mehr Stimmen, die dieses Thema für irrelevant erachteten. Vielleicht hat nun der Wettergott mit der Unmittelbarkeit dieses Starkregen-Ereignisses jene Zweifler von der Dringlichkeit dieser Diskussion und den erforderlichen Maßnahmen überzeugen können.  Welche Zeichen wären den sonst von Nöten, um ein Umdenken einzuleiten?

„Zunächst wollen wir den unermüdlichen Ehrenamtlichen der FFW und des THWs Pinneberg unseren Dank auszusprechen. Was sie am Freitag den 26.08.2022 bis spät in die Nacht geleistet haben, war beeindruckend“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion in Pinneberg, Anne Ahsbahs.

Doch allein die Zahl der Einsätze, die an diesem Tag stattfanden, katapultieren auch die Diskussion um die Zukunft der FFW und der Standortwahl in eine ganz neue Dimension. „Es kann grundsätzlich innerhalb der Stadtentwicklungsplanung nicht mehr um das Betrachten einzelner Baumaßnahmen oder Vorhaben gehen, sondern es erfordert eine Gesamtschau inkl. Modellierungen zur Risikobewertung, Kartierung, Luftbildmonitoring, Verhinderung weiterer Versiegelung, sowie möglicher Entsiegelung, der Neubetrachtung der Flusslandschaft und Vielem mehr“, ergänzt daher Wilhelm Flade-Krabbe für die Pinneberger Grünen und Unabhängigen

 

Bevor an diesem Punkt einzelne Projekte endlich umgesetzt werden können, ist es gerade auch in Anbetracht der angespannten finanziellen Lage unverzichtbar, die Komplexität der Situation zu erfassen und vor dem Hintergrund der rasant zunehmenden Extremwetterphänomene neu zu bewerten. Hierzu gehört auch eine öffentliche Diskussion zu dem Thema Extremwetter, denn diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern lösen.

„Die Extremwetter werden unsere Kommunen und unsere Infrastruktur in Zukunft stark herausfordern. Politik und Verwaltung müssen gemeinsam und schnell die Schwachstellen identifizieren und Maßnahmen entwickeln, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Wir Grüne in der Kommunalpolitik bereiten uns intensiv auf diese Herausforderungen vor und tragen Ideen zusammen, wie jüngst bei unserem ersten “Workshop-Tag”. Unsere Aufgabe als Politik ist es, die Rahmen besser zu setzen und umzusteuern. Den Menschen obliegt es aber auch, die eigene Verantwortung zu sehen und anzunehmen, etwa bei klimafreundlicher Mobilität oder bei der Auswahl der Gartengestaltung”, betont Dr. Nadine Mai, von der Kreistagsfraktion der Grünen.

 

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